Bei dem Gedanken an einen Tapetenwechsel bilden sich bei einigen schon die Stirnfalten. Ein erneuter Kampf gegen die nicht halten wollenden Tapeten steht an. Dabei kann das Tapezieren auch richtig Spaß machen und ein tolles, neues Wohlfühlambiente schaffen. Da mittlerweile so viele tolle Variationen an Tapetenformen zur Verfügung stehen, kann sich erst einmal auf das Shoppingerlebnis gefreut werden. Neben den unterschiedlichen Farben gibt es auch reichliche Unterschiede in der Oberflächenbeschaffenheit der Tapeten.
Doch der Einkauf ist noch nicht alles, was zum Tapezieren benötigt wird. Eine gewisse Vorarbeit steht auch an. Die zu tapezierenden Räume müssen vorab ausgemessen werden, denn es wäre doch schade, wenn plötzlich eine Bahn fehlen würde. Berücksichtigt werden hierbei die Wandhöhe und die Wandbreite. Lieber sollte ein bisschen draufgerechnet werden als abgerechnet, denn so kann eine böse Überraschung vorgebeugt werden. Eine unkomplizierte Formel ermöglicht die Feststellung der genauen Anzahl an Tapetenrollen, welche benötigt werden. Multipliziert man die Raumhöhe mit dem Raumumfang und teilt man dieses anschließend durch fünf, erhält man das Ergebnis der nötigen Rollen zum Tapezieren.
Zum Tapetenkauf geht es direkt nach der Ermittlung des notwendigen Bedarfs. Im Baumarkt angekommen, folgt das Durcheinander und die Entscheidung fällt relativ schwer. Beispielsweise gibt es die Vliestapeten. Diese sind beim Tapezieren recht Zeitsparend, da der Kleister nicht auf die Tapeten aufgetragen wird, sondern direkt an der Wand. Des Weiteren gibt es auch noch die bekannten Papier- und Raufasertapeten. Zum Tapezieren mit Raufasertapeten wird oftmals ein Spezialkleister benötigt. Nach dem anbringen der Rauhfasertapete stehen dann allerdings auch noch Malerarbeiten an.
Sobald die Tapete ausgewählt wurde geht es an die eigentliche Arbeit, nämlich das Tapezieren. Zu Beginn muss der Kleister angerührt werden, bei welchem keine Klumpen entstehen sollten. Das Tapezieren kann ungefähr eine halbe Stunde nach Anrühren des Kleisters beginnen. Verwendet man Papier- oder Raufasertapeten, wird der Kleister auf die Tapete aufgetragen. Die Menge des Anstrichs richtet sich nach der Dicke der Tapete. Umso dicker die Tapete, umso mehr Kleister wird benötigt. Ungefähr eine viertel Stunde sollte die Tapete nach dem Einkleistern ruhen. Dabei müssen die Bahnen zusammengelegt werden. Nach der Ruhepause können die Bahnen an die Wand gebracht werden. Die Lichtseite des Raumes, also die Fensterseite, sollte den Anfang machen. Somit entstehen keine sichtbaren Ansatzkanten. Sitzen die Bahnen an der Wand, kann noch einmal mit einer Tapezierbürste geglättet werden. Sobald dies geschehen ist, geht es mit der nächsten Bahn weiter.