Hurra, endlich ist es soweit, daß man im wahrsten Sinne des Wortes endlich die ersten Früchte seiner wochenlangen Gartenarbeit ernten kann. Diese bestand, wie wohl bei den meisten anderen Hobbygärtnern auch, aufgrund der anhaltenden Hitze in erster Linie aus der täglichen Bewässerung des Gartens. Und da wo gewässert wurde, musste natürlich auch intensiv das Unkraut bekämpft werden.
Nachdem wir im Gemüsegarten mit den Radieschen irgendwie Pech hatten (die waren allesamt holzig), haben sich die gelben und vor allem aber die grünen Zucchini in den letzten Tagen zu wahren Monstern entwickelt und können nun in allen Variationen den Speiseplan ergänzen. Am liebsten mag ich sie in Scheiben geschnitten, gewürzt und mit etwas Olivenöl angerichtet direkt vom Grill oder aus dem Backofen. Etwas Ciabattabrot dazu und die Mahlzeit ist perfekt. Es geht durchaus auch mal ohne Fleisch.
Beim Obst sieht es derzeit noch etwas Mau aus. Die Ernte der Erdbeeren ist inzwischen vorbei und der Obstgarten gibt im Moment lediglich weiße Johannisbeeren her. Aber: Vorfreude ist die schönste Freude und in naher Zukunft gibt es ja noch einiges mehr vom Baum zu pflücken.
In jeden Garten, auch wenn es kein Nutzgarten ist, gehören einige Bäume oder Sträucher, die Obst tragen. Das kann man je nach dem persönlichen Geschmack mehr oder weniger arbeitsintensiv halten.
Wer keine große Arbeit haben möchte, der pflanzt vielleicht nur einen oder zwei Apfelbäume. Die Äpfel kann man verarbeiten oder lagern, wenn die Apfelsorten das zulassen bis weit in den Winter. Ebenfalls pflegeleicht sind Obststräucher wie Himbeeren, Stachelbeeren oder Johannisbeeren.
Anders sieht es mit anderen Obstarten aus. Sie machen zwar wenig Arbeit während sie wachsen, aber die Ernte braucht dann schon etwas Zeit. Das sind beispielsweise Birnen, Pflaumen, Zwetschgen oder Kirschen. Diese Früchte muss man verarbeiten. Was nicht direkt gegessen wird, wird eingefroren, eingekocht oder zu Marmelade, Gelee oder auch Saft verarbeitet. Man kann aber auch die Obsternte bei einer Fruchtsaftkelterei abgeben und bekommt dafür dann Gutscheine. Mit diesen Gutscheinen kann man sich über das Jahr verteilt Saft abholen. Auch das ist eine prima Methode, ein Überangebot an Obst sinnvoll zu verwerten.
Bei anderen Obstarten wie Erdbeeren beispielsweise hat man es selber in der Hand, wie groß die Ernte wird. Man pflanzt eben mehr oder weniger Pflanzen aus. Bei Beeren- und Baumobst ist die Ernte oft von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich, aber mit den einzelnen Büschen und Bäumen hat man auch nicht viel Arbeit. Sie sollten regelmäßig geschnitten werden, damit sie gleichmäßig wachsen, nicht zu hoch werden und guten Ertrag bringen.
Wer den Baumschnitt nicht beherrscht, sollte vielleicht einmal einen Fachmann um Rat fragen und es sich zeigen lassen. Das ist sinnvoller, als es alleine zu probieren. Dabei kann man mehr kaputt machen, als Nutzen entsteht. Exotische Bäume und Sträucher oder empfindliche Pflanzen wie Kiwis oder auch nur Pfirsiche benötigen erheblich mehr Aufwand. Wer solche Bäume haben möchte, der muss sich genau kundig machen, wie sie zu behandeln sind. Das ist dann schon ein Hobby für sich und erfordert mehr Aufwand und Mühe. Aber es kann großen Spaß machen.